Chefin über viele Würste

Während des Cupspiels Bazenheid – Young Boys am 18. September werden über 100 Helferinnen und Helfer benötigt. Eine davon ist Clubhauschefin Claire Frei. Sie feiert heuer 20 Jahre Vereinstreue.

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Beat Lanzendorfer

Der Vormarsch der Frauen ist auch im Fussball nicht aufzuhalten. Ein Blick in die Führungsetage bestätigt aber die Vermutung: An den wichtigen Schaltstellen ist das vermeintlich «schwache Geschlecht» noch immer untervertreten. Umso gefragter ist «frau» dann, wenn es darum geht, Chargen zu besetzen, bei denen auch körperliche Arbeit gefragt ist. Eine, die anpackt und deren Präsenzzeit das normale Mass um Längen übersteigt, ist Claire Frei. Seit 20 Jahren steht sie hinter dem Tresen im Clubhaus, was einem Drittel ihres Lebens entspricht, womit auch die Frage geklärt ist, welchen Geburtstag sie in diesem Jahr noch feiern darf.

Über den Sohn zum Fussball

Bis Mitte der neunziger Jahre hatte Claire Frei mit Fussball wenig am Hut. Zu ihrer zweiten Heimat ist der Sportplatz Ifang erst geworden, als Sohn Roger dem Fussballclub beitrat. Schnell kam der Kontakt mit Franziska Nagel zustande, die damals und bis 2014 das Clubhaus leitete. «Sie fragte mich eines Tages, ob ich keine Lust hätte, in ihrem Team mitzuhelfen – ich hatte». Claire Frei begann in einer Zeit, als das Clubhaus nach Heimspielen aus allen Nähten platzte. Die Ära «Jack Hörler», der als Spielertrainer 1996 den erstmaligen Aufstieg in die 2. Liga realisierte, ist bei alten FCBlern noch heute unvergessen. «Ich war bei Heimspielen der 1. Mannschaft selten vor Mitternacht zu Hause», erinnert sich Claire Frei mit einem Schmunzeln. In Erinnerung bleiben auch die vielen Grossereignisse, die sie «helfend» mitmachte. Spontan kommen ihr die «Champions Night 2004» zwischen Basel und Werder Bremen sowie das Cupspiel 2008 gegen St.Gallen in den Sinn.

Schöne Kontakte geknüpft

Lange Jahre war sie zusammen mit Franziska Nagel auch für die Festwirtschaft während der Hallenturniere im Januar zuständig. «Aus jener Zeit stammen auch die Kontakte mit Mitgliedern des FC Tafers. Jahrelang kam eine Mannschaft aus dem Freiburgischen zu uns. Irgendwann luden sie uns zum Gegenbesuch ein, Franziska und ich haben ihn wahrgenommen». Als Franziska Nagel vor einigen Jahren den Wunsch äusserte, kürzer zu treten, erklärte sich Claire Frei bereit, die Nachfolge zu übernehmen. Seit 2014 ist sie Leiterin des Clubhauses und ist froh, wenn ihre Vorgängerin auch weiterhin aushilfsweise einspringt. Zum Team gehören aktuell noch Andrea Lüthi und Angela Bernet. In ihrer Funktion ist Claire Frei auch für den Einkauf zuständig. Auf die Frage, mit wie vielen Würsten sie es im Jahr zu tun hat, meint sie: «2000 dürften es sicher sein, die jeweils auf dem Grill liegen». Als Grillmeister stellen sich Beni Baggenstos und Toni Di Nardo zur Verfügung – beide auch langjährige Helfer. Und weil das Clubhaus auch eine Familiensache ist, springt auch Claires Ehemann Silvano hie und da dort ein, wo Not am Mann ist. Auch abseits des Ifang-Areals wird es Claire Frei selten langweilig. Seit einem Jahr ist sie «Omi» von Dario, der Sohn ihrer Tochter Fabienne, die mit Lebenspartner Andi in Teufen lebt.

Vorfreude ist gross

Claire Frei, die nebst ihrem «Job» beim FC Bazenheid mit einem 50-Prozent-Pensum bei der Spitex der Gemeinde Kirchberg angestellt ist, freut sich auf das Jahrhundertspiel Bazenheid – Young Boys. «Die Anspannung im Verein ist spürbar. Die Arbeit wird uns an diesem Tag kaum ausgehen. Ich bin mir sicher, dass wir mit den vielen freiwilligen Helfern einen Anlass organisieren, an den ich mich wie die zwei oben erwähnten auch noch in einigen Jahren gerne zurückerinnere».

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