Sechs Teams – zwei Favoriten

Die 16. Auflage des Bazenheider Cups präsentiert mit dem Wiler Nachwuchs und Aufsteiger Uzwil zwei Top-Favoriten. Gastgeber Bazenheid möchte sich allerdings nach fünfjähriger Durststrecke endlich wieder einmal auf der Siegerliste verewigen.

Sieger 2014 27715

Die letzten drei Austragungen wurden durch den Wiler Nachwuchs (Sieger 2012) sowie von Uzwil (Gewinner 2013 und 2014) geprägt. Beide gehen auch jetzt als erste Titelanwärter ins Rennen, weil dies aufgrund der Ligazugehörigkeit durchaus legitim ist. Die U20 aus Wil hat ihr erstes Jahr in der 2. Liga Interregional gut hinter sich gebracht und die Meisterschaft auf Platz 8 abgeschlossen. Fehlende Konstanz verhinderte ein noch besseres Abschneiden. Nun werden die Karten neu gemischt. Die Mannschaft erhält wegen der vielen altersbedingten Abgänge ein neues Gesicht. Von einem neuen Gesicht kann man auch beim FC Uzwil sprechen. Der Aufsteiger zeigt sich an der Transferfront sehr offensiv und gedenkt nicht, in neuer Umgebung eine Nebenrolle einzunehmen. Die Aktivitäten lassen erahnen: Uzwil möchte auch in der 2. Liga Interregional an der Spitze mitmischen.

Schwierige Ausgangslage

Gastgeber Bazenheid ging in den bisher 15. Austragungen achtmal als Turniersieger hervor. Die glorreichen Jahre, in denen die Mannschaft zwischen 2004 und 2008 fünfmal in Folge gewann, sind Geschichte. Der letzte Triumph datiert vom August 2010. Nun werden der Stefanachi-Elf höchstens Aussenseiterchancen eingeräumt. Erstmals am Bazenheider Cups dabei ist Tobel-Affeltrangen. Nach zweijähriger Absenz kehrten die Thurgauer in die regionale 2. Liga zurück, mussten aber hart um den Aufstieg kämpfen. Nun freuen sich die Mannschaft und Trainer Ruedi Eisenhut auf die Premiere. In den Gruppenspielen hat der Neuling das Vergnügen mit Wil U20 und Henau.

Henau erneut dabei

Henau hat es nicht geschafft, die guten spielerischen Momente in Punkte umzumünzen. Die Folge davon: Nach lediglich zwölf Monaten geht’s zurück in die 3. Liga. Für die Macher des Bazenheider Cups war der Abstieg aber kein Hindernis. Dazu Präsident Markus Böni: "Die junge Mannschaft war im letzten Jahr eine Bereicherung. Die erneute Einladung darf durchaus als Belohnung gewertet werden." Letzter im Reigen der Teilnehmer ist der FC Kirchberg. Der Verein hat in der abgelaufenen Saison den Ligaerhalt (3. Liga) problemlos geschafft und möchte nun einen weiteren Schritt nach vorne zurücklegen. Sowohl Henau als auch Kirchberg treten als krasse Aussenseiter an. Die Geschichte zeigt, dass noch die ein Drittligist zuoberst auf dem Podest stand. Die letzte grosse Überraschung gelang Wattwil Bunt vor vier Jahren, als der Zweitliga-Aufsteiger allen Favoriten ein Bein stellte und im Endspiel auch dem Wiler Nachwuchs eine Niederlage zufügte.

Bildlegende

Uzwil hat die Möglichkeit, den Turniersieg beim Bazenheider Cup zum dritten Mal in Serie zu realisieren.