Ampeln stehen auf Grün

Bazenheid legte eine sensationelleVorrunde hin und führt dieTabelle in der 2. Liga mit grossem Vorsprung an. Für Trainer Heris Stefanachi ist der Aufstieg aber noch nicht beschlossene Sache.

tt bl heris

Der 36jährigeHeris Stefanachi trainiert die 1. Mannschaft des FC Bazenheid in der vierten Saison. Nach der fantastischen Herbstrunde, in der aus elf Spielen das Punktemaximum resultierte, sind die Ampeln auf Aufstieg gestellt. (bl)

Heris: 33 Punkte nach der Vorrunde, acht Vorsprung auf Calcio Kreuzlingen. Hand aufs Herz, was muss jetzt noch passieren, damit deine Mannschaft den Aufstieg nicht schafft?

Der Aufstieg ist jetzt noch kein Thema, wir haben eine geniale Vorrunde gespielt, ich bin darüber sehr glücklich, aber wir sind erst bei der Hälfte, wir haben noch nichts erreicht.

Ist deine Mannschaft stärker oder die Konkurrenz schwächer geworden?

Wir sind klar stärker geworden. Der grösste Vorteil ist, dass wir nur einen wichtigen Abgang zu verkraften hatten. Die jungen Spieler machen Fortschritte, die Automatismen konnten so gestärkt werden, und die Neuen haben sich sofort integriert. Verfolger Calcio Kreuzlingen ist allerdings auch eine sehr gute Mannschaft und hat eine starke Vorrunde gespielt, mit ihren 25 Punkten bist du normalerweise Erster oder knapp Zweiter.

Erschwerend kam in diesem Jahr das Cupspiel gegen die Berner Young Boys im September hinzu. In früheren Jahren ist Bazenheid nach so einem Ereignis jeweils in ein Loch gefallen. Warum in diesem Jahr nicht?

Sehr gute Frage, genau das war in meinem Kopf eine der schwierigsten Aufgaben, vor und nach den Cuphöhepunkten, dazu zähle ich auch jenen Anfang August gegen Red Star, physisch aber vor allem mental die richtige Anspannung und Konzentration zu finden. Diese Gefahr haben wir mehrfach angesprochen. Die Mannschaft hat dies aber perfekt gemeistert, das ist nicht selbstverständlich. Dafür gebührt ihr von meiner Seite ein grosses Kompliment.

Welche Akteure waren für dich die tragenden Säulen der Mannschaft?

Die Mannschaft. Der Mix zwischen unseren erfahrenen Leadern und den jungen Wilden. Von der Masseurin über den jüngsten bis zum ältesten Spieler, jeder hat seinen Beitrag geleistet. Ob fünf Minuten Einsatz oder 1000, jeder ist wichtig.

Welcher der neuen Spieler hat dich speziell überrascht?

Tolga Cakir. Als Rückkehrer ist er ja kein Neuer. Ich kannte ihn schon, bin aber sehr froh, die Persönlichkeit eines Tolga Cakir wieder auf dem Platz zu haben. Maurin Gregorin hat nach einem Jahr Pause physisch noch etwas Defizite, wird in der Rückrunde aber zu alter Stärke finden. Mirco Jungblut ist ein qualitativ sehr guter Spieler, mit enormem Potenzial. Mit mehr Selbstvertrauen und der nötigen Konstanz kann er ein sehr wichtiger Spieler für die Offensive werden. Zu guter Letzt Bender Györki. Er kam als Neuzugang praktisch in allen Spielen zum Einsatz.

Wie verbringt die Mannschaft die Wintermonate? Sind die Testspiele schon fixiert?

Alle Partien sind schon seit Langem fixiert. Wir haben acht Freundschaftsspiele gegen Gegner von der 1. Liga bis zur 3. Liga. Vorerst ziehen wir eine verdiente Pause ein und werden im Dezember das Training wieder aufnehmen.

Ist auch wieder ein Trainingslager geplant?

Ja, wir werden im März unsere Trainingswoche auf Gran Canaria verbringen.