FC Herisau (2.) – FC Bazenheid (2.) 1:2 (1:1, 1:1)

Fluch und Gegner besiegt

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Bazenheid übersteht auch die vierte Cupvorrunde und steht nach dem 2:1-Erfolg in Herisau im Viertelfinale. Der Sieg musste hart erkämpft werden und stand erst nach 120 Minuten fest.

Beat Lanzendorfer

Spiele zwischen Herisau und Bazenheid sind selten optische Leckerbissen. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich noch dazu eine Rivalität entwickelt, die manchmal über das gesunde Mass hinausgeht. Gegenseitige Provokationen sind leider fast an der Tagesordnung – auch am Mittwochabend. Dies dürfte auch damit zusammenhängen, dass sich die Alttoggenburger in den letzten Jahren auf dem Sportplatz Ebnet immer sehr schwer taten und selten das gewünschte Resultat erzielten. Am Mittwoch hat es endlich wieder einmal geklappt. Es brauchte allerdings eine Verlängerung, bis der Vorstoss in das Viertelfinale des Cups feststand.

Andere Taktik gewählt

Im Gegensatz zum Meisterschaftsspiel, das am 29. August an gleicher Stelle 0:0 endete, wählte Bazenheid-Trainer Heris Stefanachi eine etwas andere Taktik. «Wir wollten den Gegner vorerst etwas kommen lassen.» Dadurch entwickelte sich von Beginn weg optisch eine ausgeglichene Partie, die sich häufig zwischen den Sechzehnern abspielte. Szenen im Strafraum blieben vorerst Mangelware. Zum ersten Mal wurde Bernet nach elf Minuten geprüft. Er konnte den Distanzschuss aber über die Latte lenken. Danach waren es die Bazenheider, welche den Druck erhöhen konnten und kurz vor Ablauf der ersten halben Stunde in Führung gingen. Maksuti schloss einen schnell vorgetragenen Konter zum 0:1 ab. Die Freude währte hingegen nur kurz. Drei Minuten später schlenzte Cengiz den Ball aus 16 Metern herrlich in die Maschen. Bernet war chancenlos. Bei diesem Spielstand wurden die Seiten gewechselt.

Kurz nach Wiederbeginn traf erneut Maksuti zum vermeintlichen 1:2. Der Assistent an der Linie sah jedoch eine Abseitsposition – eine nicht ganz unumstrittene Entscheidung. Danach wogte die Partie hin und her – mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Vorerst sah Keller seinen Kopfball von Bernet glänzend pariert, dann zeigte sich Maksuti zweimal zu eigensinnig, statt den Ball dem besser positionierten Mitspieler aufzulegen. Trotz Bazenheider Schlussoffensive hiess es nach der regulären Spielzeit 1:1.

Läng entscheidet Spiel

«Wir haben heute kämpferisch dagegenhalten und wollten den Sieg unbedingt. Ich denke, wir waren am Ende auch physisch dem Gegner überlegen», zeigte sich Heris Stefanachi nach den 120 Minuten zufrieden. Vorangegangen war eine Verlängerung, in der die Gäste einen Tick mehr für den Sieg taten. Die entscheidende Szene ereignete sich dann kurz vor dem erneuten Seitenwechsel. Luis zirkelte einen Freistoss herrlich an den Innenpfosten, von dort kullerte der Ball auf die andere Seite, wo Läng heranpreschte und zum 1:2 abschloss. Der Jubel nach dem Tor sowie nach dem Schlusspfiff auf Seiten der Bazenheider war riesig. Vorerst könnte der Fluch des «Nichtgewinnens» in Herisau gebannt werden. Der Erfolg dürfte auch gut fürs Selbstvertrauen sein, nachdem die Toggenburger in den bisherigen Begegnungen mit den Spitzenteams Winkeln und Amriswil jeweils den Kürzeren zogen.

Unnötiger Platzverweis

Einziger Wermutstropfen: Jetmir Maksuti liess sich nach einem Rencontre mit Torhüter Gysi zu einem verbalen Fehltritt hinreissen, was ihm in der 115. Minute direkt Rot eintrug. «Absolut unnötig, er hat sich provozieren lassen. In so einer Situation musst du einfach weglaufen, statt sich auf eine Diskussion einzulassen», meinte Heris Stefanachi, der wenig erfreut über das Verhalten seines Spielers war.

Matchtelegramm:

FC Herisau (2.) – FC Bazenheid (2.) 1:2 (1:1, 1:1)

Sportplatz Ebnet – 90 Zuschauer – SR Aliji – Tore: 28. Maksuti 0:1, 31. Cengiz 1:1, 109. Läng 1:2

FC Herisau: Gysi; Gavrilovic (75. Petersen), Tasdelen, Keller, Höhener; Schoch (46. Hadjadi), M. Follador (93. S. Looser), D. Looser, Caamano; Cengiz, Nesci.

FC Bazenheid: Bernet; Früh (112. Dilsiz), Vieira (64. Luis), Baumann, Gebert; Holenstein, Stadler, Läng, Negro; Maksuti, Mlinaric (75. Düring).

Verwarnungen: 55. Mlinaric (Foul), 58. Höhener (Reklamieren), 90. M. Follador (Foul), 104. Stadler (Reklamieren), 105. Keller (Foul). Platzverweis: 114. Maksuti (Unsportlichkeit).

Bemerkung: Bazenheid ohne Schefer (Militär), Ledergerber (Schule), Schrepfer (verletzt).

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