Favorit mit Steigerungslauf

2.-Liga-Leader Bazenheid liess in der Cup-Zwischenrunde nichts anbrennen und gab beim Ebnat-Kappler Gastspiel auf dem Untersand eine eindrückliche Visitenkarte ab: 0:8 (0:2).

Cup Ebnat 26815

 

Walter Züst

Man hätte im Vorfeld der Cup-Zwischenrunden-Partie vom Mittwochabend einschlägige Fussball-Weisheiten bemühen können, um die Konstellation zwischen den mässig in die 4.-Liga-Saison gestarteten Ebnat-Kapplern und dem aktuellen 2.-Liga-Leader Bazenheid zu beschreiben. «David gegen Goliath», etwas überspitzt vielleicht, aber nicht aus der Luft gegriffen! Trotz allem schwebte über der Partie ein Hauch von Spannung und Ungewissheit. Zum einen, weil damit spekuliert werden konnte, dass die Alttoggenburger die Aufgabe womöglich auf die leichte Schulter nehmen würden. Zum anderen, weil die Ebnat-Kappler sowohl vor einem Jahr als auch vor drei Wochen einem Zweitligisten bzw. 2.-Liga-Absteiger ein Bein gestellt hatten.

Auf sechs Positionen verändert

Bazenheid-Trainer Heris Stefanachi tat den Gastgebern den Gefallen, das eingespielte Team gegenüber dem Steinach-Spiel auf sechs Positionen zu verändern, Top-Torschütze Maksuti und Stammtorhüter Bernet auf der Bank zu lassen und dem breiten Kader eine Einsatzgelegenheit zu geben. Die Gäste gaben auch so von Beginn weg den Ton an, ohne vor der Pause wirklich dominant aufzutreten. Dies hatte auch mit dem Stadelmann-Team zu tun, das an der Aufgabe wuchs und eine beherzte erste Halbzeit zeigte. Mit zwei Gegentoren konnte der Schaden vorerst in Grenzen gehalten werden. Mlinaric auf Pass von Dölger (10.) und Negro, der in der 39. Spielminute einen Abpraller verwertete, sorgten dafür, dass die optischen Vorteile auch im Resultat zum Ausdruck kamen. Einzige Ebnat-Kappler Offensivaktion: Andereggs perfider Freistoss-Aufsetzer in der 41. Minute.

Nur Einbahnfussball

«Fertig lustig» für die Ebnat-Kappler dann nach der Pause. Die Bazenheider erhöhten das Tempo und steigerten die Präzision, brillierten mit Spielfreude und bauten einen derartigen Druck auf, dass die Platzherren fast schon zu Statisten degradiert wurden. Regionaler Fussball erster Güte und eine Demonstration mit Niveau. Es fehlte auch nicht an sauber herausgespielten Toren, drei zwischen der 50. und 58., weitere drei zwischen der 71. und 83. Minute. Zuerst profitierte Dilsiz von einem Querpass Holensteins, Mlinaric traf nach einem Zuspiel Ledergerbers und Musliji erhöhte nach einem herrlichen Rückpass Stadlers auf 0:5. In der zweiten «Torflut» zeichneten sich dann Musliji (nach präziser Hereingabe Frühs), Stadler (Flanke Schefer) und noch einmal Musliji (wieder auf Vorarbeit von Früh) aus. Fazit: Gegen dieses entfesselte Team reichten die Mittel der Ebnat-Kappler einfach nicht. Jan Ledergerber, seit dieser Saison beim FC Bazenheid, überzeugte gegen seine «alten» Kollegen mit einer starken Leistung.

Matchtelegramm:

Cup, 1. Zwischenrunde: Ebnat-Kappel I (4. Liga) – Bazenheid (2. Liga) 0:8 (0:2). – Untersand. – 130 Zuschauer. – SR: Roberto Passeri. – Tore: 10. Mlinaric 0:1. 39. Negro 0:2. 50. Dilsiz 0:3. 53. Mlinaric 0:4. 58. Musliji 0:5. 71. Musliji 0:6. 75. Stadler 0:7. 83. Musliji 0:8.

Ebnat-Kappel: Thoma; Hug, Büsser, Blatter, Rütsche; Landert; Steiner (59. Diener), Anderegg, De Salvador (78. Aerne), Stäheli; Qalaj (64. Tschumper). – Auf der Bank: Bucher und Hinterberger. – Elezi, Mikulanin und Roth verletzt, Rohner Militär.

Bazenheid: Rocco; Dilsiz, De Martin, Läng (56. Gebert), Negro (70. Schefer); Mlinaric, Stadler, Ledergerber; Dölger (36. Früh), Musliji, Holenstein. – Auf der Bank: Bernet (ET), Maksuti. – Baumann und Gregorin (Beruf), Schrepfer, Ramada, Düring verletzt. Gelbe Karten: Holenstein (Bazenheid).

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