Ein Lehrstück an Effizienz

Drittligist Wattwil Bunt zeigt Zweitligist Bazenheid im Cup die Grenzen auf und gewinnt verdient mit 3:1. Wie schon im Derby unter der Woche gegen Bütschwil war Goalgetter Roli Huber mit zwei Toren wiederum der überragende Spieler.

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Beat Lanzendorfer

Fussball. Die Gemütslage war beiden Trainern nach Spielschluss am Gesichtsausdruck abzulesen. Hier ein strahlender Dino De Luca, der stolz auf die Leistung seiner Akteure war. „Seit dem Sieg am Dienstag in Bütschwil ist bei uns immer mehr der Glaube gereift, dass wir auch gegen Bazenheid bestehen können. Das heute war der Geist von Bunt, wie ihn ältere Fans noch von früher her kennen.“ Ganz anders die Analyse von Heris Stefanachi: „Der Auftritt war einfach nur peinlich. Wir konnten nie das abrufen, was wir in der Kabine besprochen hatten. Die Einstellung dazu hat nicht gestimmt.“

Konzept ist aufgegangen

Wattwil Bunt suchte sein Heil von der ersten Sekunde an in einer gesicherten Abwehr und lancierte seine Offensivkräfte konsequent mit langen Bällen. Allen voran Roli Huber, der jedem Ball nachsprintete , unermüdlich rackerte und die Defensive der Gäste ein ums andere Mal alt aussehen liess. Bezeichnend, dass er nach seiner Auswechslung nach 83 Minuten Szenenapplaus erhielt. Vorher aber war er es, der nach neun Minuten das frühe 1:0 auf dem Fuss hatte. Er verpasste die Hereingabe von Bechtiger um Haaresbreite. Kurz darauf war es Schneider, der mit seinem Weitschuss das Ziel knapp verfehlte. Auf der Gegenseite prüften Musliji und Maksuti Schlussmann Nägeli, der sich aber auf der Höhe seiner Aufgabe zeigte. Was folgte war der schönste Angriff des ganzen Spiels. Bechtiger sprintete über das halbe Spielfeld und hatte noch die Übersicht, um traumwandlerisch auf Huber abzulegen. Dieser lässt sich im Normalfall eine solche Chance nicht entgehen. So war es auch am Samstag. Mit seiner ganzen Routine düpierte er Tormann Bernet und schloss zum 1:0 ab. Bei diesem Spielstand wurden die Seiten gewechselt. Der Oberklassige hatte noch 45 Minuten Zeit, um das Unheil abzuwenden.

Ausgleich durch Cakir

Die Alttoggenburger brauchten nach der Pause genau fünf Minuten, um den Ausgleich zu realisieren. Cakir traf nach gekonntem Alleingang. Nun glaubten sich die Gäste auf der sicheren Seite, wohl auch, weil das Tor in der Entstehung zu einfach war. Wattwil Bunt war allerdings in der Lage, kämpferisch noch einen Zacken zuzulegen. Trotzdem kam Bazenheid durch Maksuti und Marjakaj zu Chancen, das Erfolgserlebnis aber blieb aus. Anschauungsunterricht in Sachen Effizienz erteilte dann wieder Roli Huber. Schlussmann Nägeli konnte sich sogar noch einen Assist gutschreiben lassen. Auf einen Auskick reagierte Huber am schnellsten und schloss flach zum 2:1 in die weite Ecke ab. Der Erniedrigung aber noch nicht genug. Den Schlussakt hatte sich der eingewechselte Yaman für sich reserviert. Mit seinem 3:1 nach 92 Minuten mutierte die Vorstellung der Bazenheider definitiv zum peinlichen Auftritt. Die Gäste können sich ab sofort auf die Meisterschaft konzentrieren. Wattwil Bunt hingegen ist auf dem richtigen Weg und hat für kommende Aufgaben viel Selbstvertrauen getankt.

Matchtelegramm

FC Wattwil Bunt – FC Bazenheid 3:1 (1:0)

Sportplatz Schomatten – 200 Zuschauer – SR Vrsajkovic – Tore: 37. Huber 1:0, 50. Cakir 1:1, 78. Huber 2:1, 92. Yaman 3:1.

FC Wattwil Bunt: Nägeli; Huremovic, Quinter, Mladenovic, Bollhalder; Osterwalder (94. Antunes), Schneider, Santhiyapillai, Bechtiger (75. Marino); Huber (83. Yaman), Krivic.

FC Bazenheid: Bernet; Ceka (46. Stadler), Gebert, Schrepfer, Beluli (59. Schefer); Kipfer, Imhof, Luis, Cakir (74. Marjakaj), Musliji; Maksuti.

Verwarnungen: 15. Imhof (Unsportlichkeit), 54. Huber (Reklamieren), 57. Santhiyapillai (Foul), 63. Kipfer (Foul), 75. Marino (Foul), 75. Stadler (Foul), 85. Schrepfer (Foul), 94. Marjakaj (Unsportlichkeit).

Bemerkung: Wattwil Bunt ohne Pfister (verletzt), Thalmann (krank), Rodriguez und Redzic (beide Aufbautraining). Bazenheid ohne Gregorin, Baumann, Milnaric, Lopes und Ilciktay (alle verletzt).

 

 

 

 

 

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