Hinten offen – trotzdem ein Sieg

Bazenheid gelingt mit einen 1:2-Auswärtssieg bei Tabellenleader Herisau eine Überraschung. Damit halten die Alttoggenburger den Anschluss an die Spitze.

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Jan Brühwiler

Fussball. Wer die Tabelle vor dem Spiel analysierte, sah, dass dieser Fight für Bazenheid unglaublich wichtig wird. Bei einer Niederlage wären die Alttoggenburger acht Punkte hinter Herisau zurückgelegen. Erschwerend kam hinzu, dass fünf Spieler verletzt ausfielen. Umso erfreuter war Trainer Heris Stefanachi über den Erfolg seiner Mannschaft: «Dieser Sieg ist für uns extrem wichtig. Einerseits wollten wir unbedingt den Anschluss halten, andererseits kann ein Team in solchen Situationen mit vielen Verletzten zusammenwachsen. Vor dem Spiel war uns klar, dass wir aufgrund der Verletzungen vielleicht nicht unsere beste Leistung werden abrufen können.»

Bernets prägnante Ansage

«Wir stehen offen wie ein Scheunentor», entfuhr es Bazenheids Torhüter Adrian Bernet in der 28. Minute, als Herisau zu einem weiteren Konter kam. Auch wenn diese Ansage an seine Teamkameraden natürlich in der Hitze des Gefechtes geschah, fasste sie das Problem der Bazenheider zusammen. Nachdem Musliji die Gäste in der 12. Minute in Führung brachte, lief Bazenheid mehrmals in gefährliche Konter. Sie konnten sich glücklich schätzen, dass Herisau im Abschluss sündigte.

Hoher Druck auf Herisau

Es war allerdings keineswegs so, dass das bis vor dem Anpfiff noch verlustpunktlose Heimteam die Partie dominiert hätte. Bazenheid kam auch zu Chancen und hatte teilweise auch mehr vom Spiel. Ausser zahlreicher Konter war Herisau über weite Strecken harm- und ideenlos. Dies auch, weil Bazenheid das von Trainer Stefanachi verordnete Pressing aggressiv ausübte. Stefanachi: «In der ersten Halbzeit standen wir sehr hoch und haben versucht, starken Druck auszuüben. In den zweiten 45 Minuten standen wir etwas tiefer und liessen dadurch weniger Chancen zu.»

In der Tat schien Bazenheid nach der Pause sattelfester. Doch ausgerechnet mit der ersten Chance für Herisau kam der Ausgleich. Bazenheid verlor nach dem Gegentor aber nicht die Ruhe und es gelang den Gästen, das Spiel zu neutralisieren. So war es dann auch nicht unverdient, dass der nur zwei Minuten zuvor eingewechselte Maksuti zum 1:2 traf. Der Treffer schien auch der Bazenheider Defensive nochmal einen Schub verliehen zu haben.

Matchtelegramm:

FC Herisau – FC Bazenheid 1:2 (0:1)

Ebnet – 200 Zuschauer – Sr. Zeciri

Tore: 16. Musliji 1:0, 60. Etemi 1:1, 77. Maksuti 1:2.

FC Herisau: Gysi; Schmid, Keller, Petersen, Caamano; Nesci, Follador, Djelassi, Höhener; Etemi (78. Looser); R. Schoch (58. Arslan).

FC Bazenheid: Bernet; Imhof, Muslji, Baumann (67. Ramada), Beluli (75. Maksuti); Kipfer (62. Ilcitay), Stadler, Geber; Marjakaj, Cakir, Schefer.

Verwarnungen: 32. Follador (reklamieren), 37. Schmid (Foul), 44. Imhof (Foul), 45. Bernet (reklamieren), 45. Marjakaj (Foul), 85. Arslan (Foul), 90. Ilcitay (Foul).

Bazenheid ohne Minaric, Gregorin, Oliveira, Schrepfer, Dölger (alle verletzt), Bartan und Schneider (beide nicht im Aufgebot).

 

 

 

 

 

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