Nichts für schwache Nerven

Die Schlussphase der 2.-Liga-Meisterschaft ist an Spannung nicht zu überbieten. Durch das 3:3 der Bazenheider gegen Bischofszell ergibt sich für die letzte Runde die einmalige Konstellation, das sowohl die Alttoggenburger als auch Herisau und Wil noch aufsteigen können.

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Beat Lanzendorfer

Fussball. Wer auch immer das Drehbuch geschrieben hat, es ist ein Krimi daraus geworden. Dass es allerdings soweit gekommen ist, da müssen sich die Bazenheider selbst an der Nase nehmen. Trotz drückender Hitze schlugen sie ein flottes Tempo an und kamen in der Anfangsphase durch Maksuti und Marjakaj zu zwei Möglichkeiten, die eigentlich zu einem Tor hätten reichen müssen. Statt in Führung, lag Tabellenführer nach zwanzig Minuten zurück. Spiegel schoss mit einem herrlichen Fallrückzieher das 0:1. Vorausgegangen war ein Missverständnis in der Bazenheider Abwehr. Es kam noch schlimmer. Grob schoss fünf Minuten vor dem Pausentee sogar das 0:2. Bischofszell hatte den Zweitore-Vorsprung aber keineswegs gestohlen. Der Aufsteiger spielte keck mit und war nicht zu Geschenken aufgelegt. Im Weiteren war ihm ein vermeintlich dritter Treffer aberkannt worden. Der Unparteiische sah nach 30 Minuten ein Foul an Recine. Andere Schiedsrichter haben in solchen Situationen aber auch schon anders entschieden.

Hoffnung keimt auf

Als Schrepfer nach 53 Minuten der Anschlusstreffer gelang, keimte neue Hoffnung auf. Zehn Minuten danach war der Ausgleich Tatsache. Marjakaj tankte sich herrlich durch, liess auch Torhüter Näf keine Chance und traf zum 2:2. Die perfekte Vorarbeit leistete Läng. Der Ifang glich einem Tollhaus. Bischofszell ergab sich allerdings keineswegs seinem Schicksal. Das Spiel wogte nun hin und her und hätte auf beide Seiten kippen können. Panik für die Gäste sowie Maksuti und Gebert für die Alttoggenburger hatten jeweils die Führung auf dem Fuss. Pech dann für Spiegel, dass er bei seinem Schussversuch in der 82. Minute nur die Latte traf. Dann begann die Nachspielzeit, in der sich die Ereignisse überstürzten. Zuerst fasste sich der kurz zuvor eingewechselte Ilciktay ein Herz und hämmerte den Ball aus zwanzig Metern unhaltbar für Iten in die Maschen. Wenige Sekunden nach dem Anstoss erhielt Bischofszell auf Höhe der Mittellinie einen Freistoss zugesprochen. Lapcevic nahm Anlauf und drosch das Leder in den Strafraum. Der Ball wurde lang und länger und fand über Recine hinweg zum Entsetzen der Bazenheider den Weg ins Tor. Dann pfiff der Unparteiische ab. Die Enttäuschung auf Seiten der Bazenheider war nach dem Schlusspfiff entsprechend gross. Bei drückend heissen Temperaturen hatten die Akteure viel Moral gezeigt und einen 0:2-Rückstand aufgeholt. Das 3:3 war letztendlich ein zu niedriger Lohn für den Kraftakt.

Matchtelegramm:

FC Bazenheid – FC Bischofszell 3:3 (0:2)

Sportplatz Ifang – 250 Zuschauer – SR Imfeld – Tore: 18. Spiegel 0:1, 40. Grob 0:2, 53. Schrepfer 1:2, 63. Marjakaj 2:2, 91. Ilciktay 3:2, 92. Lapcevic 3:3.

FC Bazenheid: Recine; Prenrecaj, Läng, Schrepfer, Baumann (80. Ilciktay); Stadler, Dodes (46. Gregorin), Schneider; Marjakaj, Maksuti (76. Nesci), Gebert.

FC Bischofszell: Näf; Wollfart, Züllig, Mangold, Bilali; M. Spiegel (76. Villani), Kryeziu, Stojcic (89. Willems), Grob; N. Spiegel; Panik (82. Lapcevic).

Verwarnung: 91. Ilciktay (Unsportlichkeit).

Bemerkung: Bazenheid ohne Atak (verletzt), Cakir (gesperrt), Elmazi, Dölger, Musliji, Puopolo (alle nicht im Aufgebot).

 

 

 

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