Kein Sieger im Spitzenkampf

Bazenheid und Wil 2 trennen sich im 2.-Liga-Spitzenkampf 1:1. In einem dramatischen Fight fielen die Tore erst in den letzten Minuten. Drei Runden vor Abschluss der Meisterschaft bleibt das Rennen an der Tabellenspitze weiterhin hochspannend.

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Beat Lanzendorfer

Fussball. Viele Zuschauer, zwei Tore, ein perfektes Drehbuch. Das Topspiel des Wochenendes beinhaltete alles, was den Fussball so attraktiv macht. Aufgrund des Gesehenen wären die Einheimischen eher der verdiente Sieger gewesen. Wil Trainer Andreas Alder drückte es nach Spielschluss aber passend aus: «Bazenheid war während der ganzen Partie die bessere Mannschaft. Fussball wird aber durch Tore entschieden und bis zur 93. Minute hatten wir im Gegensatz zum Gegner eines geschossen. Meine Jungs haben heute gesehen, dass sie physisch noch nicht ganz mithalten können. Wenn es im Zweikampf einen Zacken mehr erforderte, waren sie vielfach nur zweiter Sieger.» Ähnlich sah es auch die Gegenseite: «Stolz macht mich vor allem, dass die Spieler nach dem Rückstand nie aufgaben und bis zuletzt an den Ausgleich glaubten. Jetzt sind es noch drei Spiele und wir haben alles noch selber in der Hand. Aufgrund der heutigen Leistung, wir waren besser, gehen wir optimistisch an die kommenden Aufgaben heran», dies die Worte von Heris Stefanachi, Trainer der Bazenheider.

Perfekter Rahmen

Der Sportplatz Ifang erlebte wieder einmal einen Aufmarsch, den es seit Jahren in diesem Ausmass nicht mehr gegeben hat. Über 500 Zuschauer sahen im ersten Durchgang ein Bazenheid, das eigentlich mit zwei Toren in Front hätte liegen müssen. Allein zwischen der 14. und 20. Minute erarbeiteten sich Maksuti (zweimal), Stadler und Cakir vier aussichtsreiche Möglichkeiten. Auf der Gegenseite war es zweimal Koller, der gefährlich vor Recine auftauchte. Der Torhüter machte beide Schüsse unschädlich. Die Spielanteile in Halbzeit 2 änderten sich nicht, ausser, dass Wil durch Vlaic zum ersten Abschlussversuch kam – Recine parierte den Weitschuss. Auf der Gegenseite scheiterte Gebert nach einem schnell ausgeführten Freistoss an Schlussmann Gähwiler. Dann begann die dramatische Endphase. Wil lancierte über die linke Seite durch Vlaic einen schnellen Gegenstoss. Die Querflanke erreichte Keller, der herrlich zum umjubelten 0:1 traf. Bazenheid blieben fünf Minuten plus Nachspielzeit, um wenigstens einen Punkt zu retten. Es lief schon die 93. Minute, als der Unparteiische einen Penalty verhängte. Am Entscheid gab es nichts zu rütteln. Die Entstehung war hingegen umstritten. Aus Wiler Sicht war der Freistoss für Bazenheid an der Strafraumgrenze nicht gerechtfertigt. Bei der Ausführung von Cakir nahm Latifi dann die Hände zu Hilfe. Stadler nahm Anlauf und versenkte zum 1:1. Kurz darauf war Schluss. Innert weniger Minuten hatte sich die Ausgangslage für die letzten drei Runden wieder verändert.

Das Restprogramm

Durch den späten Ausgleich kann Bazenheid wieder aus eigener Kraft aufsteigen. Das Restprogramm ist allerdings happig. Am kommenden Sonntag geht’s zum Nachwuchs nach Rapperswil, dann empfangen die Alttoggenburger im letzten Heimspiel Bischofszell, bevor es zum entscheidenden Fight Herisau – Bazenheid kommt. Wil seinerseits empfängt zu Hause noch Calcio Kreuzlingen und Wattwil Bunt und muss in der Schlussrunde nach Rapperswil.

Matchtelegramm:

Sportplatz Ifang – 500 Zuschauer – SR Ibraimi – Tore: 85. Keller 0:1, 93. Stadler 1:1.

FC Bazenheid: Recine; Baumann, Läng, Schrepfer (87. Ilciktay), Gebert; Dodes (77. Musliji), Stadler, Schneider; Marjakaj, Maksuti (65. Puopolo), Cakir.

FC Wil 2: Gähwiler; Flepp, Estermann, Latifi, Machado; Keller, Bonfardin, Jadanza, Cengiz (70. Aykac, 90. Markovic), Vlaic, Koller (74. Veliji).

Verwarnungen: 35. Keller, 37. Läng, 68. Estermann (alle Foul), 90. Gähwiler (Spielverzögerung).

Bemerkung: Bazenheid ohne Prenrecaj (gesperrt), Atak und Elmazi (beide verletzt), Ceka (Militär), Nesci und Beluli (beide nicht im Aufgebot). Wil 2 ohne Eichenberger, Meissner, Gruber, Senn und En-Nouri (alle verletzt).

 

 

 

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