FC Frauenfeld – FC Bazenheid 6:0 (4:0)

 

Bazenheid kommt unter die Räder

 

Bazenheid

Fussball. Nach Oberwinterthur, gegen das die Alttoggenburger zum Start der Testspielserie  0:2 verloren und dem 4:1-Erfolg vor Wochenfrist gegen Aadorf, hiess der Gegner nun Frauenfeld, der in der interregionalen 2. Liga einen Mittelfeldplatz einnimmt. Anhand des Resultates könnte man von einer Ohrfeige ausgehen, Trainer Heris Stefanachi sah aber auch positive Aspekte: «Frauenfeld hat seine Möglichkeiten perfekt ausgenutzt, wir hingegen konnten speziell in der ersten Halbzeit drei gute Chancen nicht nutzen.» Durchaus zu gefallen wusste auch Neuzugang Dario Stadler, der in der Winterpause von Nachbar Kirchberg auf den Ifang gestossen ist. Seine Gefährlichkeit deutete auch Rückkehrer Carmine Puopolo an. Obwohl er zu zwei guten Abschlussversuchen kam, blieb ihm ein Erfolgserlebnis vorerst verwehrt. Erfreulich auch, dass Captain Dejan Baumann, der nach seinem Kreuzbandriss rund acht Monate ausfiel, schon sein drittes Spiel bestreiten konnte. Das Knie hält, der Routinier arbeitet hart an sich, um den Rückstand auf die anderen Akteure möglichst schnell aufzuholen. Der Test hatte für die Alttoggenburger denkbar schlecht begonnen, Atak musste nach fünf Minuten mit einer Knöchelverletzung am rechten Fuss das Spielfeld verlassen. Dem Pechvogel droht erneut das Aus, nachdem es ihn schon in der Vorrunde erwischt hatte. Eine Minute später nutzte der Gastgeber die Abstimmungsprobleme zur 1:0-Führung. In der Folge verpasste Puopolo nach einer Flanke von Stadler aus kurzer Distanz den Ausgleich. Diesen vergab nach einer Viertelstunde auch Dodes. Von der Achse Stadler/Puopolo lanciert, wurde sein Schuss eine Beute des Frauenfelder Schlussmannes.

Löcher in der Abwehr

Die weiteren drei Gegentreffer vor dem Wechsel waren auf die mangelhafte Abwehrarbeit der Gäste zurückzuführen. Die Defensive liess den Angreifern zu viel Raum, kam hinzu, dass der eigene Spielaufbau zu ungenau war und der Ball vielfach in den Füssen des Gegners landete. Viel zu selten deuteten die Bazenheider an, dass die gegnerische Abwehr mit schnellen Gegenstössen durchaus auch aus den Angeln zu heben gewesen wäre. Besserung trat nach dem Wechsel ein, als Schneider und Maksuti das Spielfeld betraten. Der eine sorgte für die nötige Ruhe im Mittelfeld, der andere war vorne ein steter Gefahrenherd, der allerdings auch nicht zu reüssieren vermochte. Sechs Gegentore sind trotzdem zu viel – wäre in einer Woche Rückrundenbeginn, müsste man sich um Bazenheid Sorgen machen. So aber bleibt noch etwas Zeit, um die Defizite zu beheben.

Matchtelegramm

FC Frauenfeld – FC Bazenheid 6:0 (4:0) – Allmend Frauenfeld – Allwetterplatz. Bei Bazenheid standen folgende Akteure in der Startaufstellung: Recine; Prenrecai, Atak, Baumann, Cakir; Ilciktay, Stadler, Musliji, Dodes; Nesci, Puopolo. Eingewechselt: Ott, Schneider, Cristiani, Elmazi und Maksuti.

 

Legende

Rückkehrer Carmine Puopolo konnte einige Akzente setzen, zu einem Erfolgserlebnis in Form eines Tores reichte es aber noch nicht.