Cup: FC Staad – FC Bazenheid 1:4 (1:1)

Zweite Cuphürde übersprungen

 

Staad 27813

Fussball – Die Alttoggenburger halten sich im Cup schadlos und eliminieren nach Eschenbach nun auch Staad. Nach jeweils einer Schwächephase in beiden Halbzeiten fiel der Sieg zuletzt souverän aus.

Üsküp trifft nur die Latte

Es wäre mit Sicherheit eines der schnellsten Pflichtspieltore in der 75-jährigen Vereinsgeschichte geworden, hätte Üsküp nach 18 Sekunden statt die Latte ins Tor getroffen. Der Beginn war verheissungsvoll, es sollte nicht so weitergehen. Die Gäste taten sich sehr schwer und blieben oft in der vielbeinigen Abwehr der Staader stecken. Trotzdem wären Chancen zur Führung vorhanden gewesen, der Reihe nach Marjakaj, Gregorin und Üsküp scheiterten aber an Torhüter Raths oder schossen einen Verteidiger an. Besser machte es nach 26 Minuten Nesci, der herrlich freigespielt aus zwölf Metern zum 1:0 traf. Die Führung hielt nur vier Minuten, dann vergass man Beqiraj, der zum Ausgleich traf. Was folgte war die beste Phase der Einheimischen, die mehrmals gefährlich vor Recine auftauchten. Der Bazenheider Schlussmann präsentierte sich aber in guter Verfassung und machte sämtliche Abschlussversuche unschädlich.

Zweimal Latte

Nach dem Seitenwechsel übernahmen wieder die Gäste aus dem Toggenburg das Spieldiktat, fielen dann aber ab der 55. Minute für zehn Zeigerumdrehungen in einen Loch, das ihnen beinahe den Sieg kostete. In diesem trafen sowohl Skenderovic als auch Sremac die Latte. Weitere Möglichkeiten wurden wie zuvor von Recine vereitelt. Dann riss dem in der zweiten Halbzeit überragenden Schneider der Geduldsfaden, er schickte Cakir mit einem Traumpass auf die Reise. Dieser zeigte sich kaltblütig und verwertete zum 1:2. Vier Minuten später umgekehrte Verhältnisse. Nun war es Cakir, der sich den Assist gutschreiben konnte. Sein Freistoss wehrte der Torhüter noch ab, Schneider traf im Nachsetzen zum 1:3. Die Sache war gegessen, Staad glaubte nicht mehr an die Wende und ergab sich seinem Schicksal. Den Schlusspunkt setzte dann Gregorin, der wiederum von Schneider lanciert, herrlich über den Torhüter hinweg zum 1:4 traf.

Trainer nur bedingt zufrieden

Nach dem Abpfiff war Heris Stefanachi, der Trainer der Bazenheider, nur bedingt zufrieden: «Das Resultat stimmt, heute wollten wir aber weitere spielerische Fortschritte erzielen, das ist uns nicht gelungen, zudem habe ich teilweise auch die richtige Einstellung vermisst. Somit geht uns die Arbeit in den nächsten Wochen bestimmt nicht aus.»

Beat Lanzendorfer

Matchtelegramm

Bützel – 70 Zuschauer – SR Hofer – Tore: 26. Nesci 0:1, 30. Beqiraj 1:1, 69. Cakir 1:2, 73. Schneider 1:3, 86. Gregorin 1:4.

FC Staad: Raths; Beqiraj (77. Hirt), Ruzic, A. Rüst, C. Rüst; Lovric (77. Bucheli), Popadic, Sremac, Tomic; Hodzic, Skenderovic.

FC Bazenheid: Recine; Prenrecaj, Ott, Gebert, Cakir; Marjakaj (65. Schrepfer), Schneider, Gregorin, Üsküp; Ilciktay (56. Maksuti), Nesci.

Verwarnungen: 40. Ilciktay (Unsportlichkeit), 76. Tomic (Foul), 83. Tomic Gelb/Rot (Foul), 92. Prenrecaj (Foul).

Bemerkung: Bazenheid ohne Baumann und Seiler (beide verletzt), Musliji (abwesend).

Bild: Beat Schneider lieferte in der zweiten Halbzeit eine starke Vorstellung ab.