FC Abtwil-Engelburg – FC Bazenheid 5:6 (4:3)

 

Kein Eishockey – Fussball

Abtwil 17813-2

Fussball – Torspektakel auf der Spiserwis zum Saisonauftakt. Beide Abwehrreihen präsentierten sich offen wie ein Scheunentor und produzierten individuelle Fehler fast im Minutentakt.

Freude hier, Ärger dort

Bazenheid-Trainer Heris Stefanachi freute die drei Punkte nach einem nervenaufreibenden Spiel, war sich aber auch bewusst, wo die Hebel anzusetzen sind. Immer darf die Mannschaft keine fünf Gegentore kassieren. «Nach dem 1:4 nach 22 Minuten bewies die Mannschaft dann aber Moral. Sie hat genau so reagiert, wie ich es von ihr erwartet habe. Nicht alle kommen nach einem Dreitore-Rückstand so zurück und gewinnen das Spiel noch», dies sein Fazit. Markus Lehmann, Trainer der Gastgeber, ärgerte sich vor allem über die zwei individuellen Fehler, die den Gegner noch vor dem Wechsel auf 3:4 herankommen liessen. «Nach der Pause hat man die Klasse der Bazenheider dann gesehen, die sich speziell durch Schneider und Gregorin klare Vorteile im Mittelfeld erarbeiteten.»

Furioser Auftakt

Das Spiel war keine drei Minuten alt, da nahm Schlussmann Recine einen Rückpass mit den Händen auf. Fisch liess sich die Chance nicht entgehen und knallte den indirekten Freistoss aus zehn Metern in die Maschen. Drei Minuten darauf fiel der Ausgleich. Schrepfer verlängerte einen Freistoss von Üsküp mit dem Kopf zu Nesci, der aus kurzer Distanz problemlos zum 1:1 ausgleichen konnte. Dann folgte einen Viertelstunde, an deren Ende die Einheimischen mit 4:1 führten. Osterwalder, Fisch und wiederum Osterwalder liessen die Bazenheider Abwehr fast zur Lächerlichkeit verkommen und erhielten Freiheiten, die sie konsequent ausnutzten. Bezeichnend das Tor zum 2:1. Marjakaj verlor am gegnerischen Strafraum den Ball, drei Sekunden später entschied der Unparteiische auf Penalty, weil Prenrecai den schnellen Gegenstoss nur noch mit einem Foul im Strafraum stoppen konnte.

Der Anfang der Wende

Nach diesem Dreitore-Schock stellte Trainer Stefanachi um. Er nahm Gregorin ins Zentrum und beorderte Musliji auf die Aussenbahn. Diese Massnahme griff – die Gäste kamen nun immer besser ins Spiel, liessen Ball und Gegner laufen und erzielten noch vor dem Tee durch einen herrlichen Kopfball von Schneider und den zweiten Treffer von Nesci die Tore zwei und drei. Heris Stefanachi nutzte sogar die Trinkpause nach dreissig Minuten, um seinen Spielern taktische Anweisungen mit auf den Weg zu geben. Nach dem Seitenwechsel schloss Bazenheid dort an, wo es nach 45 Minuten aufgehört hatte. Die Folgen daraus waren positiv und liessen nicht lange auf sich warten. Zuerst war es Marjakaj, der nach 50 Minuten den Ausgleich erzielte, fünf Zeigerumdrehungen später schoss Musliji die Gäste erstmals in Führung. Als wiederum Marjakaj sogar der sechste Treffer gelang, wurde den vielen mitgereisten Anhängern bewusst, dass es nach den anfänglichen Turbulenzen doch noch zu einem versöhnlichen Abschluss kommen könnte.

Spannende Schlussphase

Wäre da nicht die Schlussphase gewesen, die weitere Nerven kostete. Im Besonderen ab der 88. Minute, als Koller der Anschlusstreffer zum 5:6 gelang. Weil der Unparteiische letztlich gut fünf Minuten nachspielen liess, wurde es noch zu einer kleinen Abwehrschlacht, welche für die Gäste aber schadlos ausging. Marjakaj hatte sogar noch den siebten Treffer auf dem Fuss, scheiterte aber allein vor Torhüter Manser. Trotz Startschwierigkeiten geht der Sieg für die Bazenheider in Ordnung, die sich aber bewusst sein müssen, dass ein Dreitore-Rückstand und eine Leistung, wie die sie während dreissig Minuten boten, nicht immer mit drei Punkten belohnt werden.

Beat Lanzendorfer

Matchtelegramm

Spiserwis – 120 Zuschauer – SR Oliva – Tore: 3. Fisch 1:0, 6. Nesci 1:1, 10. Osterwalder 2:1, 16. Fisch 3:1, 22. Osterwalder 4:1, 32. Schneider 4:2, 44. Nesci 4:3, 50. Marjakaj 4:4, 55. Musliji 4:5, 68. Marjakaj 4:6, 88. Koller 5:6.

FC Abtwil: Manser; Styger, Berisha, Seitz, Schärli; Klarer (54. Keller), Koller, Fässler (56. Herde), Gröli (73. Schubiger); Fisch, Osterwalder.

FC Bazenheid: Recine; Marjakaj, Prenrecai, Schrepfer, Cakir; Gebert, Schneider (69. Atak), Musliji (75. Ilciktay), Gregorin; Üsküp, Nesci.

Verwarnungen: 21. Cakir (Reklamieren), 30. Fisch (Foul), 49. Schärli (Halten), 51. Koller (Foul), 64. Seitz (Foul), 68. Schneider (Foul).

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