Tobel-Affeltrangen – Bazenheid 0:3 (0:1)

Bazenheid mit der feineren Klinge

Tobel 25513

 

Fussball – Der FC Bazenheid machte im Spiel auswärts gegen Tobel-Affeltrangen keine Geschenke und siegte «standesgemäss» 3:0.

Die 1:0-Führung fiel Sekunden vor dem Pausenpfiff und überraschte nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Toggenburger selber. Die ersten 45 Minuten waren schon gespielt, als einer verhältnismässig harmlos geführten Spielzeit noch der Höhepunkt aufgesetzt wurde. Bazenheids Captain Gregorin passte auf Marjakaj in die Gefahrenzone und dieser bezwang Torhüter Schmid mit einem platzierten Schuss.

Sekunden vor dem Pausenpfiff

Die erste Halbzeit hatte wenig Pfeffer und verzeichnete noch weniger Torchancen. Nach einer Viertelstunde prüfte zwar Tobels Sturmspitze Pires zweimal Torhüter Bresci, doch dieser hatte bei beiden verzogenen Abschlüssen gar nicht einzugreifen. Im Gegenzug musste aber Schmid mit einem wachen Reflex aufwarten, um gegen Marjakaj einen Rückstand zu verhindern. Auch Maksuti prüfte und forderte Schmid zu einer gelungenen Abwehr. Und als sich alle auf ein Unentschieden zur Pause einstellten, lancierten die Toggenburger mit ihrem Treffer die Partie.

Müssen oder wollen

Nach der Pause stand zweimal Maksuti im Mittelpunkt des Geschehens, doch gelang im der Ausbau des Resultats nicht, noch nicht. Vielmehr gab in der Folge auch der FC Tobel-Affeltrangen ein Lebenszeichen mit einem gefährlichen Abschluss von Joel Pfister von sich. Bazenheid liess sich davon aber nicht beeindrucken und lancierte weitere Angriffe. Es zeigte sich dabei deutlich, welches Team musste und welches wollte. Zwischenzeitlich dominierte vor allem das Bazenheider-Mittelfeld und drückte der Partie den Stempel auf. Es war vor allem Igor Sostaric, der zahlreiche genaue Pässe auf seinen Kollegen spielte, so auch in der 69. Minute, als er selber Richtung Tor loszog, den Ball aber uneigennützig zu Maksuti schob, welcher das Leder ohne Probleme zum 2:0 einschieben konnte. Torhüter Schmid bewahrte sein Team in der Folge vor einem noch höheren Rückstand und fast hätte sich dies ausbezahlt. Tobel-Affeltrangen verstärkte nämlich in der Folge seine Offensiv-Bemühungen und wäre fast mit dem Anschlusstreffer belohnt worden. Sven Strebels Abschlussversuch spritzte allerdings an die Lattenunterkante und von dort vor die Linie, wo Bresci den Ball unter sich begraben und somit unschädlich machen konnte. Fazit: Ein kränkelndes Team benötigt einfach mehr, um das Wettkampfglück zu zwingen. Ein weiterer Treffer für die Bazenheider durch Sostaric führte zum Schlussresultat von 3:0. In den Schlusssekunden kam Tobels Roland Schmid zwar noch zu zwei erfolgversprechenden Abschlüssen, zu mehr aber nicht mehr.

Mehr Gegenwehr erwartet

Nicht ganz übereinstimmend waren nach Spielschluss die Analysen von Tobels Sportchef Roger Kernen und Bazenheids Trainer Sven Baumann. Während Baumann angab, mit mehr Gegenwehr – vor allem in den Zweikämpfen – seitens seines Gegners gerechnet zu haben, zollte Kernen der Mannschaft für ihr Engagement Respekt und dass sie auch nach dem Rückstand stets den Torerfolg gesucht habe. «Am Einsatz fehlte es jedenfalls nicht.»

(uno)

Matchtelegramm

Tobel-Affeltrangen – Bazenheid 0:3 (0:1) – Breite – 210 Zuschauer – SR Murtaj.

Tore: 45. Marjakaj 0:1, 69. Maksuti 0:2, 75. Sostaric 0:3.

Tobel-Affeltrangen: M. Schmid; Oertig (46. Moser), Rieser, Böhi, Hagenbüchli (54. Wagner; De Villa, R, Schmid, Pfister, Flück; Bachmann, Pires.

Bazenheid: Bresci; Brunner, Studer, Schrepfer, Prenrecaj; Sostaric (89. Gafuri), Gregorin, Musliji (72. Ilciktay), Gebert; Marjakaj, Maksuti (80. Puopolo).

Verwarnungen: 45. Pfister (Foul), 90. Prenrecaj (Foul).